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Göppinger Jugend-Open: Nils Wurmbauer Zweiter der U12 PDF Drucken E-Mail
  
Sonntag, den 25. Juni 2017 um 20:50 Uhr

Am heutigen Sonntag fand im Göppinger Haus der Jugend in der nunmehr bereits 17.Auflage das von den SF Göppingen ausgerichtete Göppinger Jugend-Open in Form eines Schnellschachturniers statt. Sieben Runden à 20 Minuten Gesamtbedenkzeit (ohne Inkrement) waren von den insgesamt 67 Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu absolvieren; die Altersspannbreite reichte hierbei von U8 bis U21, wobei jedoch das gesamte Turnier in nur einer einzigen Spielgruppe ausgespielt wurde.

 

Konsequenz davon war, dass unser (leider einzige) Teilnehmer Nils Wurmbauer teilweise nicht nur gegen deutliche ältere, sondern auch von der Papierform her ein ganzes Stück weit noch stärkere Spieler anzutreten hatte. Zunächst schien es fast, dass Nils womöglich ganz mit dem falschen Fuß aufgestanden war, denn in der für 10 Uhr angesetzten Startrunde klar die Favoritenrolle bekleidend unterlief ihm ein ziemlicher Schnitzer, der gegen einen ebenbürtigen Gegner wohl den Verlust nach sich gezogen hätte. Mit genau noch 16 verbliebenen Sekunden auf der Uhr gelang es unserem Protagonisten dann aber doch noch, den Gegenüber rechtzeitig mattzusetzen und so einen Fehlstart zu vermeiden.

In Runde zwei bekam Nils in Form des U18-Spielers Arno Reindl (SG Schwäbisch Gmünd, DWZ 2053) dann jedoch bereits auch schon einen Gegner ganz anderer "Hausnummer" vorgesetzt. Nils hielt sich gegen den an und für sich noch übermächtigen Gegner mit Schwarz spielend erst mal recht gut, unterlag dann aber letztlich doch dem starken Königsflügelangriff des insgesamt Setzlistenzweiten und letztlichen Gesamtsiegers (der trotz ein paar weiterer ziemlich starker Konkurrenten erst in der Schlussrunde mit einem scheinbaren Salonremis überhaupt noch etwas abgab).

Nils ließ sich durch die zu erwartende Niederlage jedoch erst einmal nicht beirren und konnte in den nächsten beiden Runden mit Siegen gegen nun wieder etwas schwächere Gegnerschaft die Weichen nun doch auf ein Plusergebnis stellen. Entsprechend wartete in Runde fünf mit dem U21-Spieler Lennart Dilthey (SF Göppingen, DWZ 1826) wieder ein nominell (deutlich) stärkerer Gegner auf Nils, der letztlich dann auch das bessere Ende für sich behalten sollte.

In der Vorschlussrunde konnte sich Nils nun wieder postwendend an einem nominell schwächeren Gegner schadlos halten. In der Schlussrunde wartete mit dem Setzlistenzweiten der Alterklasse U14 Nils Richter (TSV/RSK Esslingen) nun ein sogar noch etwas stärkerer Gegner als zwei Runden zuvor. Diesmal gelang es Nils jedoch, dem älteren deutlichen Favoriten (DWZ 1876) standzuhalten und mit einem beachtlichen Remis das Turnier abzuschließen.

 

Mit dem so erzielten Gesamtscore von 4,5/7 bei insgesamt also drei Gegnern mit DWZ 1800 und mehr kann Nils sicherlich sehr zufrieden sein. Lohn hierfür war entsprechend dann mit einem halben Punkt Rückstand der zweite Platz in seiner Altersklasse unter hier siebzehn Teilnehmer und Teilnehmerinnen hinter dem hier viertgesetzten Nikolas Karl Wildermuth (SG KK Hohentübingen) und vor dem topgesetzten Jork Reindl (SG Schwäbisch Gmünd, DWZ 1536). In der Altersklassen übergreifenden Gesamtwertung nimmt Nils damit Rang 16 ein, wobei er sich damit punktgleich mit dem einen und einen halben Punkt noch vor dem anderen seiner beiden 1800er-Gegner platzieren konnte, auf die er getroffen war. Nils hat damit letztlich auch nur einen Punkt weniger erspielt als der drittplatzierte Turnierfavorit mit einer Ratingzahl von Oberligaformat.

[ Die Fortschrittstabelle kann unter folgendem Link eingesehen werden: http://sfgoeppingen.schachvereine.de/pdf/GP-J-Open%202017_Gesamtrangliste.pdf ]

Aktualisiert ( Sonntag, den 25. Juni 2017 um 23:52 Uhr )
 
Erlanger Himmelfahrts-Open Schlussrunde: Bernd verbleibt ausgebremst PDF Drucken E-Mail
  
Sonntag, den 28. Mai 2017 um 14:25 Uhr

Die heute Vormittag ausgespielte siebte und letzte Runde des in der ersten Auflage stattfindenden Erlanger Himmelfahrts-Open hielt für unseren Spitzenspieler Bernd Grill - wie zuvor bereits angekündigt - mit IM Leon Mons noch den von der Papierform her mit Abstand stärksten Spieler bereit. Da dieser im bisherigen Verlauf des Turniers seiner klaren Favoritrolle voll und ganz gerecht werden konnte, während die Konkurrenten früher oder später doch ein bisschen zu schwächeln begannen oder sich gegenseitig die Punkte abnahmen, stand dieser - wie gleichfalls bereits erwähnt - schon vor der Schlussrunde als Turniersieger fest und konnte entsprechend ganz befreit von turniertaktischen Überlegungen an die Partie gegen Bernd herangehen.

Wie der Berichterstatter ja schon vermutet hatte, war dieser entsprechend auch mit den schwarzen Steinen offenbar von vornherein nicht daran interessiert, sich frühzeitig mit einem Salonremis zu begnügen - wahrscheinlich auch deswegen, da man als von der Papierform her klar stärkster Spieler im Starterfeld auch einen hohen prozentualen Erfolgsscore benötigt, um dann am Ende ratingmäßig auch einen Nutzen aus so einer Turnierteilnahme ziehen zu können. Entsprechend konnte man aus der Eröffnungswahl des designierten Turniersiegers wohl bereits ablesen, dass dieser bereit war, einiges an Risiko auf sich zu nehmen, um seinen Turnierscore maximieren zu wollen, denn sein Leningrader Holländischer Aufbau mit einem dafür aber atypisch platzierten Königsspringer auf h6 ist zumindest eröffnungswissenschaftlich gesehen wahrscheinlich doch eine eher etwas fragwürdige Eröffnungswahl.

Bernd fühlte sich von dieser doch recht provokativen Springerentwicklung wohl auch etwas ... sagen wir vielleicht doch mal ... angefixt (wäre dem Berichterstatter zumindest bestimmt auch so ergangen) und entschloss sich entsprechend dazu, mit dem Aufzug seines h-Bauern (bei noch unrochiertem König) eine Flügelaktion zu starten, die wohl letztlich als "Strafexpedition" für die leichte gegnerische "Dreistigkeit" gedacht war, für die sich an dieser Stelle (laut Chessbase-Fritzbuch) nur zwei von 27 Spielern ebenfalls entschlossen hatten. Zwar kam Bernd schließlich auch zur Öffnung der h-Linie gegen den kurz rochierten gegnerischen König, doch damit ließ sich dann doch nicht viel anfangen, während der Gegner für das vorübergehende Investment eines Bauern gegen Bernds Damenflügel, wo sich auch sein König aufhielt, auf den dunklen Feldern eine starke Initiative vor allem auf Basis eines mächtigen dunkelfeldrigen Läufer auszuüben vermochte. Das Ende vom (traurigen) Lied war, dass nach Tausch aller Türme Bernds Hoffnungen, vielleicht noch etwas am Königsflügel erreichen zu können, endgültig austrockneten, während der Gegner zuvor am Damenflügel einen Bauern gewinnen konnte, worauf er letztlich unter Abtausch seines Prachtläufers routiniert in ein Endspiel mit Mehrbauer sowie "guter Springer vs. schlechter Läufer" abwickelte, dessen Verwertung sich Bernd zurecht nicht mehr bis zum Ende vorführen lassen musste.

 

So fand das Turnier für Bernd nach seiner zwischenzeitlichen starken Performance so keinen allzu befriedigenden Abschluss. Allerdings musste man bei dem Umstand, dass zwei ganz schwere Brocken noch ganz am Ende des Turniers auf Bernd warteten (alle Ansetzungen innerhalb der Achter-Spielgruppen wurden bereits vorab ausgelost), freilich eine erhöhte Wahrscheinlichkeit dafür auf der Rechnung haben, dass es so erfolgreich wie zuvor nicht bis zum Ende weitergehen würde.

Nachdem die beiden anderen Partien der Teilnehmer, die mit Bernd in direkter Konkurrenz um die Folgeplätze standen, remis ausgegangen sind, bleibt für Bernd mit der Endbilanz von 4/7 am Ende punktgleich mit dem Setzlistenzweiten nach Sonneborn-Berger-Wertung der undankbare vierte Platz. Als Trost hierfür wird Bernd jedoch wohl dennoch mit einem leichten DWZ-Zugewinn rechnen dürfen, liegt er damit doch dennoch einen Rang vor seiner Vorab-Setzlisteneinstufung platziert.

[Nachtrag 09.06.: Na, da hatte der Berichterstatter doch etwas untertrieben; immerhin 22 DWZ-Punkte Zugewinn kann Bernd trotz der zwei Niederlagen am Ende nun verbuchen]

Auch für Hartmut Hehn fand das Turnier in der Schlussrunde mit dem Weißremis gegen den DWZ-Schwächsten seiner Spielgruppe nicht den optimalen Abschluss; dass bei dem Turniersystem mit ratinghomogenisierten Spielgruppen bei so einer Ansetzung nur ein recht kleiner DWZ-Vorspung resultiert, hat bereits wiederholt Erwähnung gefunden. Da Hartmut mit seinem 2.b3-Nebensystem gegen die Französische Verteidigung nichts aus der Eröffnung herauszuholen vermochte, gibt es aber eigentlich auch keinen weiteren Grund dafür, sich über die resultierende Punkteteilung ärgern zu müssen. Schön wäre es freilich am Ende doch gewesen, mit einem Sieg noch ganz eine 50%-Punktequote zu erreichen, doch auch so wird sein letztliches Turnierergebnis für ihn wohl keinen DWZ-Verlust nach sich ziehen. Mit seiner Endbilanz von 3/7 platzierte sich Hartmut entsprechend seiner Vorab-Einstufung auf dem fünften Platz.

 

Insofern darf man abschließend konstatieren, dass für beide unsere Starter das persönliche Endergebnis noch voll im grünen Bereich liegt. Freilich ist es natürlich insbesondere für Bernd schade, dass am Ende nicht noch mehr über einem Normalergebnis herausgesprungen ist, nachdem sich das Turnier zwischenzeitlich so vielversprechend entwickelt hatte.

 

Bild links: Bernd unmittelbar vor seiner Schlussrundenpartie gegen IM Leon Mons; rechts: Hartmut zu Beginn der 5. Runde

 

Nachfolgend nun noch in kommentierter Form die Schlussrundenpartien unserer Protagonisten ...

 

Aktualisiert ( Freitag, den 09. Juni 2017 um 23:21 Uhr )
 
Erlanger Himmelfahrts-Open Runde 6: Bernd gebremst UND GESTOPPT! PDF Drucken E-Mail
  
Samstag, den 27. Mai 2017 um 22:37 Uhr

Der heute abendlich ausgespielten sechsten und damit bereits vorletzten Turnierrunde kam für die Frage, wie weit vorne sich unser bislang so stark aufspielende Spitzenspieler Bernd Grill am Ende im Klassement platzieren kann, entsprechend natürlich eine bereits vorentscheidende Rolle zu. Dass Bernd dabei mit den schwarzen Steinen gegen den Zweiten der Setzliste (DWZ 2294) anzutreten hatte - der vielleicht noch konzentrierter als normal an die Sache gehen wollte, da er bis dahin mit 50% Punktausbeute ein eher schwächliches Turnier gespielt hatte - machte Bernds Aufgabe natürlich zu einer ziemlich hohen Hürde - die er letztlich leider nicht zu überspringen vermochte ...

Es mag Bernd zumindest etwas zum Trost gereichen, dass sich die ganze Partie über nicht der Ansatz einer Chance aufgetan hatte, mehr als ein Remis zu erreichen, das dann aber auch bereits relativ früh schon schwer erreichbar geworden war. Irgendwie hatte Bernd bereits in der Eröffnungsphase wiederholt nicht die richtigen Züge gefunden. Nachdem der Gegner ganz unspektakulär noch bei Materialgleichheit einen Damentausch eingefädelt hatte, kam in der Folge insbesondere dessen bessere Leichtfigur noch mehr zur Wirkung; dessen langschrittiger Fianchettoläufer war Bernd Springer in der recht offenen Stellung doch spürbar überlegen. Nachdem der Gegner im Zentrum noch zu einem gedeckten Freibauer kam und mit seinem Turm auf die vorletzte Reihe zu gelangen vermochte, spitzte sich schwarze Lage weiter zu. Als dann schließlich auch noch ein Bauer verloren ging, war dann bereits nichts mehr zu machen.

Für unseren zweiten Teilnehmer Hartmut Hehn hat es in der Spielgruppe B mit den schwarzen Steinen immerhin zu einem Remis gereicht, mit dem er nach dem Spielverlauf vollaus zufrieden sein kann. Nachdem Hartmut gegen den gegnerischen Doppelfianchettoaufbau auf ein unnötig passives Springermanöver verfiel und der Gegner die Stellung im Zentrum öffnete, kam dieser doch spürbar besser zu stehen; das Analysetool des Berichterstatters zeigte da zeitweilig eine satte Bauerneinheit weißen Vorteil aus. Nachdem der Gegner dann aber noch etwas den Faden verloren hatte, konnte Hartmut die Stellung dann doch noch ausgleichen, woran sich dann die letzten rund fünfzehn Züge dann auch nichts mehr änderte. Letztlich ergab sich eine Zugwiederholung, der beide Spieler zwar durchaus ausweichen hätten können, was aber am Ausgang der Partie bei normalem Verlauf wohl nichts mehr geändert hätte.

 

Da der in der Spitzen-Spielgruppe bislang führende (klare) Turnierfavorit IM Leon Mons nun bereits den fünften Gegner zur Strecke gebracht hat, ist diesem mit dem Score von 5,5/6 und nunmehr 1,5 Punkten Vorsprung der Turniersieg bereits nicht mehr zu nehmen. Vermutlich ist dieser Umstand für Bernd, der morgen mit Weiß spielend just gegen diesen von der Papierform her klar überlegenen Gegner (DWZ 2487) noch anzutreten hat, nicht umbedingt von Vorteil; ein Gegner, der noch etwas zittern bzw. damit rechnen müsste, vielleicht noch eingeholt zu werden, dürfte wohl eher bereit sein, mal die Friedenspfeife zu rauchen, was Bernd aller Voraussicht nach genügen würde, um noch zumindest auf dem Bronzerang zu landen, liegt er doch zurzeit zusammen mit einem weiteren Spieler noch immer auf Rang zwei und haben seine beiden engsten Rivalen - die von der Papierform genau gleichstarken Nr.2 und Nr.3 der Setzliste - pikanterweise morgen noch gegeneinander anzutreten.

Für Hartmut in Gruppe B sollte dagegen wohl die Devise sein, seinen Anzugsvorteil zu nutzen versuchen, um mit einem Sieg noch einen 50%-Erfolgsscore zu erreichen. Dass dabei zum Abschluss noch der Ratingschlechteste seiner Spielgruppe wartet, dürfte freilich bei dem Turniersystem mit ratinghomogenisierten Spielgruppen nur einen kleinen Vorteil ausmachen, auch wenn Dennis Adelhütte (SC Jäcklechemie, Jg 91, DWZ 1944) mit seinem bisherigen Score von 1,5/5 eine eher rollengemäße Performance geboten hat.

Start der morgigen siebten und letzten Runde wird wieder um 10 Uhr sein.

 

Nun endlich noch die Partien der abendlichen Vorschlussrunde in kommentierter Form ...

 


Aktualisiert ( Samstag, den 10. Juni 2017 um 00:19 Uhr )
 
Erlanger Himmelfahrts-Open Runde 5: Bernd gebremst, aber nicht gestoppt PDF Drucken E-Mail
  
Samstag, den 27. Mai 2017 um 15:26 Uhr

Bereits relativ zeitig konnte der Berichterstatter auf der Turnierseite im Internet Bernds Ergebnis einsehen: remis!

Ein Kurz- bzw. Salonremis, um einfach das schöne Wetter zu genießen, war´s allerdings auch nicht umbedingt; immerhin wurden insgesamt 27 Züge aufs Brett gebracht. Allerdings hat der Berichterstatter letztlich doch ein bisschen den Eindruck, dass Bernd womöglich etwas allzu sehr unter dem Eindruck der für so einen jungen Gegner (Jg. 2003) bereits sehr beeindruckenden Ratingzahl  stand und daher dessen zweifellos gerüttelt Maß an Talent allzu gewahr war, denn er unterbreitete selbst das Remisangebot in einer Stellung, wo sein Vorteil zwar sicherlich nicht besonders war, aber ein Weiterspielen nach Erachten des Berichterstatters ohne besonderes Risiko doch möglich gewesen wäre.

Wie dem auch sei; mit der bisherigen Bilanz von 4/5 kann Bernd natürlich mehr als zufrieden sein, doch sofern er wirklich damit liebäugeln sollte, den klaren Turnierfavoriten IM Mons tatsächlich noch bis zur letzten Runde - in der er dann auf diesen treffen wird - noch unter Druck halten zu wollen, wird er nicht mehr viel abgeben dürfen, zumal dieser seine Partie gewinnen konnte und so nun wieder mit einem halben Punkt Vorsprung führt.

 

Eine doch etwas unglückliche Partie spielte unser zweiter Starter Hartmut Hehn gegen den Setzlistenersten seiner Spielgruppe, denn diese Partie hätte durchaus auch andersrum ausgehen können. Zwar kam der Gegner zunächst besser ins Spiel und hatte im Mittelspiel auch wohl die eine oder andere gute Chance, schon zeitiger einem Sieg zumindest recht nahe zu kommen, doch nachdem er diese nicht wahrzunehmen vermochte und letztlich sogar noch weiter den Faden verlor, erlangte Hartmut gute Konterchancen. Dabei ergab sich nach Verschwinden dem Damen vom Brett aufgrund der Verteilung der Bauern auf dem Brett eine scharfe Konstellation, da Hartmut am äußeren Damenflügel, der Gegner dagegen am äußeren Königsflügel zwei verbundene Freibauern besaß, während das Zentrum durch jeweils zwei Bauern blockiert war. Unglücklicherweise verfiel Hartmut dann auf die Idee, mit seinem Turm das Vorrücken der gegnerischen Bauern behindern zu wollen, anstatt besser die eigenen Bauern sogleich weiter zu pushen, was nach Meinung der Analyseengine einen gehörigen und wahrscheinlich gar entscheidenden Unterschied dargestellt hätte. Letztlich behielt der favorisierte Gegner dann doch die Oberhand und Hartmut musste entsprechend im 47.Zug die Niederlage quittieren.

 

In der abendlichen Runde hat Bernd in Gruppe A nun mit Schwarz gegen den einheimischen Setzlisten-Zweiten Eduard Miller (SC Erlangen, DWZ 2294) zu spielen, der in der vorigen Runde gegen den Turnierfavoriten IM Mons verloren hatte; entsprechend wird von dieser Partie sicherlich einiges abhängen, inwieweit Bernd weiterhin ganz vorne um den Turniersieg mitspielen können wird. In Gruppe B trifft Hartmut auf Martin Josef Neiß (SK Mering, DWZ 2004). Rundenbeginn ist um 16 Uhr.


Nun noch die beiden Vormittagspartien, eine davon nur mit Varianten ohne Kommentare (die Sonne ruft auch in Berlin)...

Aktualisiert ( Samstag, den 27. Mai 2017 um 16:00 Uhr )
 
Erlanger Himmelfahrts-Open Runde 4: Bernd Grill kommt ins Rollen PDF Drucken E-Mail
  
Freitag, den 26. Mai 2017 um 22:32 Uhr

Der Berichterstatter hatte auch überlegt, ob er als Überschrift stattdessen die Schlagzeile "Vormittag reloaded" wählen sollte. Allein was die Ergebnisse betrifft, würde das auch hinkommen, denn unsere beiden Protagonisten erzielten jeweils dasselbe Ergebnis wie am Vormittag. Entsprechend geht daraus die bemerkenswerte Feststellung hervor, dass Bernd also schon wieder gewonnen hat - nunmehr die dritte Eins in Folge! Bei Bernd zumindest läuft´s also mittlerweile nun wie am Schnürchen ...

Eine Sache zumindest war jedoch anders, nämlich der Spielverlauf in Hartmut´s Partie. Während er sich heute Vormittag doch die meiste Zeit mit seiner Partie herumquälen musste, war der Fortgang der abendlichen Partie für ihn sicherlich deutlich weniger beschwerlich. Das war wohl auch hilfreich, denn Hartmut berichtete mir, dass er sich gegen Ende der zweiten Partie heute abend doch ziemlich ausgelaugt gefühlt hat; die fast 100 Züge andauernde Verteidigungsschlacht am Vormittag hatte Substanz gekostet.

Die Vormittagspartie forderte letztlich vielleicht auch noch insofern ihren Tribut, dass Hartmut in seiner abendlichen Partie wohl zweimal gute Chancen ausgelassen hatte; beim ersten Mal konstatierte meine Analyseengine einen satten Mehrbauer Vorteil, beim zweiten Mal kurz vor der Zeitkontrolle gar zweieinhalb Bauerneinheiten. Ein paar Züge später bot Hartmut dann gezeichnet von annähernd 150 gespielten Zügen dann in wieder ausgeglichener Stellung remis, was der Gegner annahm. Da wäre also durchaus wohl noch etwas mehr drin gewesen.

 

Noch sehr viel runder läuft es da also bei unserem zweiten Starter. Hatte Bernd heute Vormittag schon nicht allzu große Probleme, die Partie für sich zu entscheiden, lief es am Abend eigentlich noch flüssiger zu seinen Gunsten, hatte der Gegner doch binnen weniger Züge die zugegebenermaßen strategisch recht anspruchsvolle Partie bereits ziemlich an die Wand gefahren; so konstatierte die Analyseengine des Berichterstatters bereits im fünfzehnten Zug entscheidenden Vorteil für Schwarz bzw. Bernd!

 

Da der Turnierfavorit IM Leon Mons in der Abendpartie nun gegen den Setzlisten-Sechsten Gerhard Reis das erste Remis abgegeben hatte (Bernd hat diesen dagegen besiegt), liegt Bernd entsprechend nun punktgleich mit dem Turnierfavoriten und einem ganzen Punkt Vorsprung auf die nächsten zwei Verfolger mit an der Turnierspitze.

Für die morgige Vormittagsrunde sieht es auf den ersten Blick so aus, dass Bernd mit seiner Ansetzung gegen den Setzlisten-Letzten seiner Spielgruppe und den weißen Steinen beste Voraussetzungen hat, seine Siegesserie fortzusetzen, doch darf dabei nicht vergessen werden, dass es sich bei dem einheimischen Kevin Tong, der bisher 50% Punktausbeute verzeichnet, zwangsläufig um ein sicherlich ziemlich talentiertes Jungtalent handeln muss (Jahrgang 2003, DWZ 2089). Insofern gilt es für Bernd, sehr viel größere Erfahrung und Wissen in die Waagschale zu werfen (wie auch immer das genau zu bewerkstelligen ist).

Hartmut hat sich dagegen nun mit dem Setzlistenersten seiner Spielgruppe Tobias Becker (SK Kronach, ebenfalls DWZ 2089) auseinanderzusetzen, der zwar etwas älter als Bernds Gegner, aber immer noch jung genug ist (Jg. 95). Start der Runde ist 10 Uhr.

 

Nachfolgend nun die Abendpartien unserer beiden Teilnehmer in analysierter und kommentierter Form ...

Aktualisiert ( Samstag, den 27. Mai 2017 um 10:51 Uhr )
 
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